Donnerstag, 22. Oktober 2009

Old Tokita House

Heute habe ich einen Neuankömmling des Homestayprojekts kennengelernt. Ich lebe halt an der Quelle x) Es ist das erste richtige Mal, dass ich aus einer objektiveren Sicht sehen kann, wie sich frisch Angekommene hier verhalten und von all dem Kram noch total überwältigt und eingenommen sind. Interessant - und wenn ich mir vorstelle, genau so gewesen zu sein... hihihihi. Getreu dem Prinzip: Besser den Mund halten und abwarten, weil ich keine zu doofen Fragen stellen mag und der Projektleiter eh die "experience everything by yourself"-Variante vorzieht ("erlebe alles selbst, dann klären sich deine Fragen von alleine").
Eigentlich hatte ich vor in Funabashi City ins "La Laport" zu gehen. Das ist ein dorfgroßes Einkaufsparadies an der Tokyoter Bucht und leicht mit dem Fahrrad zu erreichen. Tjapp, Planänderung: Der Neue, Gastvater und meinereiner sind mit den Fahrrädern durch die Gegend gejuckelt, haben in einem Ramenshop (Ramen sind japanische Nudeln bzw. Nudelsuppe) gefrühstückt und sind dann an Ziel Nummer 1 angekommen: Einem sehr alten japanischen Wohnhaus einer einst wohlhabenden Familie - das "Tokita Haus", welches 1727 in der Edoperiode erbaut worden und nun in Mimomi zu bewundern ist. Ihr könnt euch denken, dass ich abgegangen bin wie ein Zäpfchen - endlich konnte ich mein ganzes theoretische Wissen von Texten und Bildern an einem vor mir stehenden Objekt ausbauen - und die beiden Herren mich nach einer harten Geduldprobe weiterzerren mussten xD
Aber Andreas hat Fachwissen bewiesen und uns eine gratis Führung genießen lassen. Juju, nicht traurig werden, das zeige ich dir nächstes Jahr auch x) Wir haben es ja eiskalt nicht alleine gefunden (es liegt auch ein bisschen versteckter, als wir dachten).
Foootoooooos:
Das ist schon das nachgebaute Anwesen der Familie Tokita, an dem wir reinkamen. Im Hintergrund seht ihr das Dach.
Und hier hatten mich die Kerle schon abgehängt xD Ich brauch' halt immer meine Zeit, um alles zu sehen...
Schon hübsch so ein Außengelände.Der "Hausgraben" (statt Burggraben xD).Eingangstor.
Und das ist es: Das Tokita Haus.Eingang zur Küche.Die ebenerdige Küche, in der sich nur die Bediensteten aufhielten.Küchenutensilien.
Ein Teil der Küche und der Essbereich der Diener, der schon etwas erhöht ist.
Blick von der Küche auf das Dieneresszimmer. Links geht's in die herrschaftlichen Räume.
Im Vordergrund das hochgelegene Esszimmer der Herrschaften, links der Essbereich der Diener und rechts die Küche.Die Erniedrigung ist für die Bediensteten, die dort das Essen anreichen.
Die Haupträume. Alle mit Tatamimatten ausgelegt.
Alle Räume haben eine besondere Funktion: Ob Frauenzimmer, Schlafzimmer, Hauptzimmer (Wohnzimmer), Bedienstetenzimmer etc.
Toilette, wie es sie auch heute noch in Japan gibt. Und das nicht zu knapp. Neben den Hightechteilen findet man in Stationrestrooms immer traditionelle und moderne WCs zu 50:50.
Mobiliar ist in japanischen Häusern spärlich vorhanden. Schränke sind in die Wände integriert, Stühle braucht man nicht und damals auch keine Tische.
Alte japanische Häuser haben den gleichen Fachwerkstil wie deutsche; sind aber total verschieden in ihrer Aufmachung, Gestaltung und Verarbeitung.
Nochmal zum Nachlesen x)
Blick aus dem Nebenraum auf das innere Außengelände, das zum Haus gezählt wird.Blick auf den Hauptgarten aus dem ... naaa? ... Hauptraum xD
Und das ist er, der eigentliche japanische Garten, der eine Miniaturlandschaft darstellt.Ein paar Details.
Das alles ist das Gelände um das Haus herum.Die Verbindung von Außen und Innen.Wasserquelle am Haus.Es folgen ein paar Außenansichten:
Und wenn man das innere Gelände verlässt, ...
... entdeckt man die Reisfelder der Familie, die von niederen Bediensteten bebaut worden sind. Diese hatten eigene Unterbringungen auf dem Land, nicht so wie ihre höhergestellten Kumpanen im Haus. Diese wurden aber nicht hierher verlegt wie der ganze Rest. Das Anwesen stand nämlich an der jetzigen Hauptstraße und musste daher verlagert werden.

Und nach diesem wunderschönen ersten Ziel konnte es ja gar nicht besser werden... wurde es auch nicht. Andreas hat den Neuen in Japans Spielewelt eingeführt. Und ich habe gelitten. Unter Lärm, Farben und Rauch. Äääätzend. Ich mag keine Spielhallen!

2 Kommentare:

  1. das war die scheiß wegbeschreibung... T_T ganz einfach zu finden...
    jaja
    jaja
    klar natürlich...

    schön das es dir sooo gut gefallen hat
    haii nächstes jahr zeigst du mir es dann
    voll toll ich freu mich schon so<333
    Und die bilder sind so schön
    du machst dsa so was von toll....

    Juju...

    AntwortenLöschen
  2. hey dass haus kommt mir bekannt vor:D
    hast du so eins nicht auch gebaut!???;)
    und daher auch das ganze wissen dadrüber ne;)
    abr echt tolle fotos...das sieht sehr interessant aus:)
    veil spaß noch :-*
    *knuddel*

    AntwortenLöschen