Samstag, 19. September 2009

Familienausflug, Keitaiabhängigkeit & Lucky Girl

8:00 am ...
"Oooneeeechaaaaan!" *ratterratter* (Schiebtür zu meinem Zimmer) "Oooneechaaan!" "xklwbhglöewnmshbw!!" (Irgendwas auf Japanisch) "Uäääh, ich hab noch keinen Bock auf euch. Geht weg. Raus."

Boah. Ok, weiterschlafen. ...

"Ooooneeeechaaaaan!" *tappertapper* (Tür war ja noch offen) *klimbimm* (Gitarre) "njeavfhbawnvsdyfngk! sjgbrshö!!"
Dann hatte ich sie alle drei auf mir und an meinen Füßen...


Kinners, schafft euch sowas nicht an xD Die drei Jungs wollten mich wecken, weil es heute ins Gamecenter ging. Mit der ganzen Familie. Das ist ein Familienausflug auf Japanisch. Und genau wie beim Karaoke, haben die Japaner mich mal wieder mit ihrer Unterhaltung überzeugt. Jetzt hab ich 'ne Mitgliedskarte für ein Gamecenter hier ganz in der Nähe und kann da für ca. 360 Yen die Stunde so viel spielen! (Normalerweise wird man, wenn man knauserig ist, gut und gerne 1000Yen in der Stunde los) Gegen Andreas (Gastvater) Airhockey gespielt - verloren. Gegen Miwa (Gastmutter) Dancecontest gespielt - verloren... Ich muss da öfter hin xP
Und für Eltern ist das auch äußerst attraktiv. Während die Kinderchen in der riesigen Kinderabteilung spielen, können die sich in Massagesesseln mit Blick auf die Brut entspannen.

Dann wurde noch schnell im Stockwerk drunter was eingekauft und schon musste ich weiter nach Chiba zum Unterrichten. Das war das erste Mal, dass ich ganz alleine eine total unbekannte Strecke fahren musste. Und den Bahnhof musste ich auch erst mal finden. Und dann noch umsteigen! Herrjemine. Trotzdem hat es mir nichts gebracht... In der morgendlichen Eile (ich hab noch nichtmal gefrühstückt) hab ich mein Keitai (Handy) vergessen. Und ich Dussel bin auch noch einen Nebenausgang raus und habe versucht, den Haupteingang zu finden. Also, viel zu spät. Und dann war da kein Student! Mistmistmist. Mit Handy wäre das alles nicht passiert. Und sowieso, Japaner sind die ersten Menschen die sich homo mobile nennen dürfen. Ohne Handy sind die nicht überlebensfähig. Ich werde mich mal bemühen, euch Impressionen aus dem Zug sehen zu lassen: Handy, Handy, Handy, Pennen, Pennen, Handy, Manga, Handy, Handy, Pennen, Pennen, Handy, Handy, Zeitung, Handy, Pennen, Pennen, Handy, Handy, Handy, Schminken...
So, zwei Bilder aus Chiba (ca. 1 Mio. Einwohner), einer Stadt im Osten von Funabashi (wo ich lebe), die neben dem großen Bruder Tokyo ziemlich dörflich wirkt:
Das ist die Kulisse, die sich am Haupteingang befindet.
Und vom gleichen Posten aus 180° gedreht.


Und ich hatte und habe mal wieder Glück: Der Monstertaifun (habt ihr in Deutschland davon in den Nachrichten schon was mitbekommen?), der mit 200km/h auf Japan zugepustet kam ist vorbeigezogen *pfuh* Ich habe mich nämlich schon auf was gefasst gemacht. Mein Notköfferchen war mit den wichtigsten Sachen gepackt, falls das Schlimmste eingetroffen wäre: Notschutzbunker. Denn die Nachrichten sprachen von "extremely dangerous winds, rain etc."
Lucky girl. Den Stempel hat mir meine Gastmutter aufgedrückt.

4 Kommentare:

  1. nö. da hat man hier in den nachrichten nichts von gehört

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  2. Handy vergessen!! Kommt mir irgendwie bekannt vor!! ;-)

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  3. eeeh den eintrag hatte ich noch garnicht gelesen..
    T_T

    aber jetzt... ach ja herzlich wie immer, was beschwerst du dich denn... die kleinen machen halt familien wecken bei dir..
    *Lach*

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  4. süß:)du wirst wenigstens geweckt ich muss zu hause immer alle wecken;):D:D*thihi*
    *knutsch**umarm*

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